Lebensmittelunverträglichkeiten und ihre Folgen

Lebensmittelunverträglichkeiten wurden in den letzten Jahren, besonders durch die immer höhere Intensität in der Landwirtschaft und zahlreiche Zusatzstoffe, zu einem immer größeren Thema in Deutschland. Mehr Informationen über Lebensmittelunverträglichkeiten bekommen Sie im folgenden Artikel und der unten verlinkten Dokumentation.

Eigentlich handelt es sich beim Begriff Lebensmittelunverträglichkeiten um einen Oberbegriff, der sowohl Lebensmittelallergien als auch Lebensmittelintoleranzen beschreibt obwohl es sich um unterschiedliche Dinge handelt. Lebensmittelintoleranzen sind typischerweise Probleme damit ein bestimmtes Nahrungsmittel zu verdauen während bei der Lebensmittelallergie der Körper Nahrungsbestandteile als gefährlich einstuft und als Folge entsprechende Antikörper produziert um den vermeintlichen „Schädling“ zu bekämpfen.

Anzeichen von Lebensmittelunverträglichkeiten

Lebensmittelintoleranz Lebensmittelallergie
Tritt meistens allmählich auf Triff fast nur plötzlich ohne Vorwarnung auf
Wird durch größere Mengen ausgelöst Selbst kleinste Mengen können ausreichen um eine starke Reaktion zu erzeugen
Triff fast nur bei häufigen Konsum auf Einmaliger Verzehr reicht als Auslöser aus
Ist unangenehm aber nicht lebensbedrohlich Kann in schweren Fällen das Leben bedrohen

Sowohl bei Lebensmittelallergien als auch bei Lebensmittelintoleranzen treten Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Magenschmerzen sehr häufig auf. Allergien äußern sich zusätzlich noch oft durch Juckreize. Atembeschwerden und Ausschlag. Personen die von sehr starken Allergien betroffen sind können jedoch auch Symptome wie zum Beispiel Schmerzen in der Brust oder stark abfallenden Blutdruck haben, die sogar lebensbedrohlich sein können.

Die häufigsten Lebensmittelunverträglichkeiten

  1. Laktose

Das Enzym Laktose wird vom Körper benötigt um Milchzucker verdauen zu können. Menschen die einen Mangel an Laktose haben, deren Körper also nicht ausreichend Laktose selber produziert, können Milchprodukte wie Käse, Joghurt aber auch Milcheis nicht richtig verdauen. Sie leiden daher nach dem Verzehr dieser Lebensmittel häufig unter Durchfall, Völlegefühl, Blähungen oder Bauchkrämpfen. Abhilfe bei Laktoseintoleranz finden Sie zum Beispiel hier. Die Laktoseintoleranz betrifft nach aktuellen Schätzungen 15 bis 20% der Bevölkerung in Westeuropa.

  1. Fruktose

Fruktose oder Fruchtzucker ist in allen Obstsorten aber auch in Honig und vielen anderen süßen Speisen enthalten. Gesunde Menschen können pro Tag etwa 25 Gramm Fruktose verdauen. Bis zu 20% der Bevölkerung leiden jedoch unter Fruchtzuckerunverträglichkeit, sie können also den Fruchtzucker auch in kleinen Mengen nicht verdauen.

Der unverdaute Fruchtzucker gelangt dann in den Dickdarm und verursacht dort Beschwerden Übelkeit oder Blähungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind ob sie auch unter Fructosemalabsorption leiden, können Sie dies über einen Atemtest feststellen lassen.

  1. Gluten

Die Diagnose einer Glutenunverträglich ist wesentlich schwieriger. Ein Arzt muss dafür eine Dünndarmbiopsie und einen Bluttest durchführen. Gluten ist ein Klebereiweiß das dazu führen kann, dass sich die Darmschleimhaut entzündet. Von der Zöliakie betroffene Patienten werden bei der Einnahme von Gluten sehr krank. Chronische Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen können hohe Gewichtsverluste zur Folge haben.

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